Altersmischung
Regelung ab Sommer 2010
Durch die Erweiterung des Rechtsanspruches auf der Grundlage des Kindertagesstättengesetztes Rheinland Pfalz werden alle vorhandenen Kapazitäten vorrangig zur Erfüllung des Rechtsanspruchs eingesetzt. Unsere Tagesstätte stellt ab Sommer 2010 keine Hortplätze mehr zur Verfügung. Desweiteren stellt sich die Belegung ab Sommer wie folgt dar: 2 geöffnete Gruppen mit jeweils 25 Kindern im Alter von 2-6 Jahren. Hiervon werden insgesamt 6 Kinder ab 2 Jahren pro geöffneter Gruppe aufgenommen. Weitere Infos auch im "Max und Moritz Express 2010".
Altersmischung in der Praxis
Wir sehen die erweiterte Altersmischung von 1 bis 10 Jahren als fördernden Umstand für die kindliche Entwicklung.
Der übliche altersbedingte Wechsel der Einrichtung entfällt, Geschwisterkinder erhalten die Möglichkeit, dieselbe Einrichtung zu besuchen. Somit bleibt das Gefühl der Geborgenheit über Jahre hinweg erhalten und enge Freundschaftsbanden werden nicht auseinandergerissen. Dadurch entstehen Kontinuität und Stabilität in der Beziehung sowohl zu den Erzieherinnen als auch zu Kindern. Die erweitete Altersmischung eröffnet darüber hinaus vielfältige Lernmöglichkeiten/Lernerfahrungen.
Sie begünstigt soziales Lernen, da Kinder zum einen unterschiedliche Altersgruppen erleben und dadurch die Möglichkeit haben, verstärkt soziale Fähigkeiten, wie z.B. gegenseitige Rücksichtsnahme und Hilfsbereitschaft, zu entwickeln. Außerdem lernen die Kinder am Modell der anderen Kinder.
Die Altersmischung als ein Übungsfeld für Kinder unterschiedlichen Alters wirft aber auch Fragen und Probleme im Hinblick auf die unterschiedlichen Bedürfnisse verschiedener Altersgruppen auf.
Für kleine Kinder sind Fixpunkte und Rituale, wie z.B. Essenszeiten, Schlafzeiten oder Spiel- und Singkreise, notwendige Orientierungshilfen im Tagesablauf, sie geben ihnen Halt und Sicherheit. Der Wunsch nach Nähe zu Erzieherinnen und die von ihnen ausgehende Geborgenheit sind ebenso wichtig und zu berücksichtigen wie der Drang, die Umgebung frei und doch in einem sicheren Rahmen zu erkunden.
Ältere Kinder wiederum übernehmen bisweilen selbst die Rolle von „ Miterziehern “. Ihnen werden von den Erzieherinnen Aufgaben im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten übertragen, wodurch sie Anerkennung erfahren und in der Entwicklung ihres positiven Selbstkonzeptes gefordert und gefördert werden. Dennoch ist es ebenso wichtig, dass sie Raum zum ungestörten Spiel haben und das Recht, ihren eigenen Interessen nachgehen zu können. Unterschiedliche Alterstufen können zusammen spielen, müssen es aber nicht.
Beim gemeinsamen Spiel entstehen zwangsläufig Konfliktsituationen, mit denen die Kinder nach und nach umzugehen lernen. Dabei erwerben Sie einen umfangreicheres Konfliktlösungspotenzial als in altershomogenen Gruppen.





